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Körperliche Folgen von Stress beim Hund - Darm & Immunsystem

In Teil 1 dieser Serie wurden die körperlichen Folgen von Stress auf den Magen des Hundes behandelt, in Teil 2 widmen wir uns dem Darm und dem Immunsystem, die in enger Verbindung miteinander stehen. Stressinduzierte Darmprobleme bei Hunden können das Immunsystem schwächen und Ihren Hund anfälliger für Erreger machen.

Der Darm beim Hund

Der Darm ist der Abschnitt des Verdauungssystems, in dem die eigentliche Nährstoffaufnahme stattfindet. Die bereits chemisch und mechanisch vorverarbeitete Nahrung gelangt, nachdem sie mit Magensäure und Schleimstoffen versetzt wurde, in den Dünndarm.

Der Darm des Hundes lässt sich grob in zwei Abschnitte einteilen, den Dünn- und den Dickdarm. Diese wiederum lassen sich weiter unterteilen und haben jeweils unterschiedliche Funktionen. Zwölffingerdarm, Leerdarm und Hüftdarm sind Dünndärme, hier werden die leichter verdaulichen Stoffe abgebaut und resorbiert. Der Blinddarm, der Grimmdarm und der Mastdarm sind Dickdärme, deren Aufgabe es ist die schwerer verdaulichen Stoffe abzubauen und dem Kot vor der Ausscheidung Wasser zu entziehen. Im Vergleich zum Dünndarm verweilt der Nahrungsbrei im Dickdarm länger. Die Darmschleimhaut verfügt über viele Nerven, was bei Entzündungen und Blähungen Schmerzen verursachen kann. Insgesamt ist der Darm des Hundes, abhängig von Größe und Rasse, etwa 2-5 Meter lang.

Der Zusammenhang zwischen Darm und Immunsystem

Außer seiner Funktion als Verdauungsorgan wird dem Darm aber noch eine weitere lebenswichtige Aufgabe zuteil. Er ist aufgrund seiner immunologischen Funktion maßgeblich an der allgemeinen Gesundheit des Hundes beteiligt.

70 – 80 % aller antikörperproduzierenden Zellen befinden sich im Darm, der über den Nervus Vagus (den 10. Hirnnerv) direkt mit dem Gehirn verbunden ist, man spricht vom darmassoziierten Immunsystem. Zusammen mit der Darmschleimhaut und der Darm-Mikrobiota (Darmflora) ergibt sich damit eine wirksame Verteidigungslinie gegen Erreger, welche durch die große Oberfläche des Darms eine große Angriffsfläche finden, die sogenannte Darmbarriere.

Der überwiegende Teil der Bakterien aus denen die Mikrobiota besteht ist apathogen (nicht krankheitserregend) oder allenfalls fakultativ pathogen (das bedeutet, dass die Erreger einen geschwächten Immunstatus oder andere Defizite ihres Trägers voraussetzen, um pathogen zu sein). Die Darmbakterien übernehmen wichtige Funktionen für die Gesundheit: Sie konkurrieren mit Krankheitserregern um Nährstoffe und produzieren darüber hinaus teilweise antibakterielle Stoffe, welche Erreger eliminieren.

Die Wirkung von Stress auf den Darm

Bei Zuständen von akutem oder permanentem Stress wird aufgrund der geforderten Denkleistung die Durchblutung des Darms verringert (das Blut wird im Gehirn und in der Muskulatur benötigt). Das wiederum führt zu einer geringeren Produktion von Schleimstoffen. Die Reizschwelle des sogenannten enterischen Nervensystems (Teil des Nervensystems, wird auch als Darmnervensystem, Darmwandnervensystem, Eingeweidenervensystem oder intramurales Nervensystem, sowie umgangssprachlich als Bauchhirn oder Darmhirn, bezeichnet) wird herabgesetzt. Dadurch wird die Darmwand anfälliger für Erreger.

Stressinduzierte Darmerkrankungen beim Hund

Neben einfachen Verdauungsstörungen können sich unterschiedliche Darmerkrankungen manifestieren, wenn der Hund permanentem Stress ausgesetzt ist. Insgesamt bleibt dauerhafter Stress für den Darm also nicht folgenlos, da andauernder Durchfall zu Wasserverlust und einem Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt führt und der Hund durch das geschwächte Immunsystem anfälliger für Erreger wird. Es verändert sich außerdem das Milieu des Darms, was den Hund auch anfälliger für Darmparasiten macht. Ein entzündeter Darm bereitet außerdem Schmerzen und es kann zu Blutungen kommen.

Wir erkennen also eine eindeutige Korrelation zwischen dem Darm und dem Immunsystem, was wiederum bedeutet, dass der negative Einfluss durch Stress auf den Darm eine direkte Verbindung auf das Immunsystem und damit die allgemeine Gesundheit des Hundes hat.

(Selbstverständlich besteht das Immunsystem aus mehr Komponenten als dem Darm, es würde aber den Rahmen sprengen, das hier auszuführen.) Um den Darm zu unterstützen gibt es vielerlei Optionen: Sicherlich ist die gesunde Ernährung des Hundes der primäre Faktor. Auch Kräuter wie zum Beispiel Gänsefingerfingerkraut, Eibisch oder Schafgarbe beeinflussen die Darmgesundheit positiv. Außerdem ist eine regelmäßige Kontrolle auf Parasiten und ständiger Zugang zu frischem Wasser unverzichtbar.


Verfasserin: Hanna Nowak

Quellen:

DocCheckFlexikon (www.flexicon.doccheck.com)
Anatomie für die Tiermedizing (salomon/geyer/Gille)

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