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Echter Ehrenpreis

Der einst so hochgelobte Ehrenpreis (Veronica officinalis) wird heute nur noch gelegentlich verwendet. Zu Unrecht: In Verbindung mit anderen Kräutern kann die Heilpflanze ihre sanfte Wirkung bei empfindlichem Magen und bei Hautbeschwerden richtig gut entfalten.

Wo kommt der Ehrenpreis vor, und wie sieht er aus?

Woher der Ehrenpreis ursprünglich stammt, ist unbekannt. Heute kommt er als Wildform in fast ganz Europa vor. Er bevorzugt Waldränder und -lichtungen mit humosem Boden und wächst auch auf Wiesen und an Wegrändern. Die Pflanze zählt zur Familie der Wegerichgewächse und ist mit so prominenten Heilkräutern wie Spitzwegerich und Breitwegerich direkt verwandt. Weltweit sind ca. 450 Arten der Gattung Ehrenpreis bekannt.

Als Heilpflanze wird vor allem der Wald-Ehrenpreis bzw. Echte Ehrenpreis verwendet. Obwohl das Ehrenpreiskraut Teppiche ausbildet, entdeckt man die unscheinbare kleine Pflanze oft erst, wenn sie ihre hellblauen oder blassvioletten Blüten trägt. Ehrenpreis wird ca. 15 bis 20 cm hoch. Seine grün-grauen, fast silberfarbigen eiförmigen Blätter wirken relativ breit und sind stark behaart. Der ebenfalls weich behaarte Stängel liegt bei jungen Pflanzen noch dicht am Boden. Die Blütezeit dauert von Juli bis September, die in dichten Trauben stehenden, vierblättrigen Blüten treiben aus eigenen Blütenstielen. Im Herbst sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab, der Wurzelstock überwintert.

Der Gamander-Ehrenpreis (Veronica chamaedrys) wächst an sonnigen Standorten. Er unterscheidet sich vom Echten Ehrenpreis durch den wesentlich dünneren Blütenstängel. In der Blütezeit könnte man ihn auf den ersten Blick mit Vergißmeinnicht verwechseln, das allerdings fünf Blütenblätter hat. Seine Wirkung ist schwächer als die des Echten Ehrenpreis, daher kommt er kaum noch zur Anwendung.

Ehrenpreis - Anwendung und Wirkung

Grundsätzlich sind alle oberirdischen Pflanzenteile des Ehrenpreis essbar. Weil das Kraut aber herb-bitter schmeckt und nicht besonders aromatisch ist, spielt es in der Küche eine untergeordnete Rolle. Für phytotherapeutisch wirksamen Ehrenpreis-Tee wird das Kraut (Herba veronicae) samt den Blüten im Sommer gesammelt und getrocknet.

Im Mittelalter galt der Ehrenpreis als sehr beliebtes, fast universelles Heilkraut. Innerlich wurde er bei Lungenkrankheiten, Epilepsie, Leber- und Milzbeschwerden und bei inneren Vergiftungen angewendet. Selbst gegen die Pest und gegen Aussatz wurde ihm Wirksamkeit nachgesagt. Verabreicht wurde das Kraut als Aufguss, Ehrenpreiswein oder -essig. Noch Pfarrer Kneipp empfahl Ehrenpreis ausdrücklich bei Husten und Gicht. Äußerlich sollte das Kraut bei Insektenstichen und bei Grind helfen und zur besseren Wundheilung beitragen.

Heute wird der mild wirkende Ehrenpreis in der Naturheilkunde nur noch selten als einzelnes Heilkraut verwendet. Er ist aber ein wirksamer Bestandteil von Kräuterzubereitungen, die bei Magenbeschwerden hilfreich sind. In Kombination mit Ackerstiefmütterchen lindert er bei äußerlicher Anwendung Juckreiz und beruhigt gereizte Haut.

Welche Wirkstoffe enthält der Echte Ehrenpreis?

Neben Bitterstoffen, Gerbstoffen und Saponinen enthält Ehrenpreis den Stoff Aucubin, einen sekundären Pflanzenstoff aus der Gruppe der Iridoide. Aucubin wirkt entzündungshemmend und reizlindernd. Eine Besonderheit ist seine antibiotische Wirkung.
Die Bitterstoffe im Ehrenpreis fördern über Bitterstoffrezeptoren auf den Geschmacksknospen der Zunge die Bildung von Speichel und Magensaft, sie regen die Magen- und Darmbewegungen an und unterstützen damit die Verdauung.
Kürzlich wurde bekannt, dass auch die Haut Bitterstoffrezeptoren enthält, die den Aufbau der Hautbarriere in Gang bringen.
Die Saponine der Pflanze haben entzündungshemmende, antibakterielle und schleimlösende Eigenschaften.
Die Gerbstoffe wirken bei schlecht heilenden Wunden und bei Schleimhautentzündungen.
Die Blätter wie auch die Blüten des Ehrenpreis sind reich an Vitaminen und an Eisen.

Bei welchen Beschwerden von Pferd und Hund kann der Ehrenpreis hilfreich sein?

Bei Magenbeschwerden von Pferden und Hunden hat Ehrenpreis eine sehr positive Wirkung. Er schützt die empfindliche Magenschleimhaut und kann die Abheilung von Magengeschwüren unterstützen.

Als Bestandteil von Cremen und Hautölen hilft Ehrenpreis bei Hautirritationen, Ekzemen, Insektenstichen und Juckreiz.

Unerwünschte Wirkungen sind nicht bekannt.

Quellen und weiterführende Literatur

  • Länger, R., & Kubelka, W. (2020). Phytokodex. Von Ehrenpreiskraut: https://www.kup.at/db/phytokodex/datenblatt/Ehrenpreiskraut.html abgerufen
  • Prentner, A. (2017). Heilpflanzen der traditionellen europäischen Medizin. Wirkung und Anwendung nach häufigen Indikationen. . Wien: Springer Verlag.
  • Purle, T. (Dezember 2020). Kräuterbuch.de. Von Ehrenpreis: https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Ehrenpreis.html abgerufen