Magengeschwüre und Gastritis bei Pferden,

oft unerkannt und unterschätzt!

 

Einleitung

Magengeschwüre sind unterschiedlich tiefe Verletzungen der Magenschleimhaut, die von einem Überschuss an Magensäure verursacht werden. Das Pferd produziert im Gegensatz zum Menschen ständig Magensäure, da es in freier Wildbahn unentwegt mit der Futtersuche bzw. Futteraufnahme beschäftigt ist. Wenn ein Hauspferd nur mehr zwei- bis dreimal pro Tag eine Futterration erhält, nimmt die Magensäureproduktion Überhand und kann die Magenschleimhaut – insbesondere im empfindlichen oberen, drüsenfreien Teil der Magenschleimhaut (Pars proventicularis) – irritieren bzw. schädigen.

 

Als Hauptauslöser für Magengeschwüre gelten die vom Menschen vorgegebenen Haltungsbedingungen, unregelmäßige bzw. falsche Fütterung, intensives Training und vor allem Stress. Je größer die dem Pferd zugemutete Belastung ist und je mehr die Haltungs- und Fütterungsbedingungen von der natürlichen Norm abweichen, umso größer die Wahrscheinlichkeit von Magengeschwüren.

 

Zusammenfassung einer aktuellen Studie

(European College of Equine Internal Medicine Consensus Statement — Equine Gastric Ulcer Syndrome in Adult Horses'"von Sykes, B.W., Hewetson, M., Hepburn, R.J., Luthersson, N. and Tamzali, Y.)

 

In dieser Studie konnte nachgewiesen werden, dass bis zu 90% der per Gastroskop untersuchten Pferde Magengeschwüre aufwiesen. Und das, obwohl diese Pferde nicht die bis dahin als typisch angesehenen Symptome wie häufiges Gähnen, Flehmen, Anfälligkeit für Koliken oder ähnliches zeigten.

 

Der freie Zugang zu einer faserreichen Ernährung (Heu, Stroh, Grünfutter) ist wichtig um Magenprobleme vorzubeugen. Die Anzahl der Fütterungen bzw. das Zeitintervall zwischen den gegebenen Futterrationen hat einen deutlichen Einfluss auf den Risikofaktor an Magengeschwüren zu erkranken: Eine größere Zeitspanne zwischen zwei Futtergaben (mehr als sechs Stunden) führt – im Vergleich zu häufigeren Futtergaben – zu einer erhöhten Wahrscheinlichkeit an Magengeschwüren zu erkranken. Ebenfalls erhöht eine lückenhafte Versorgung mit Wasser das Risiko an Magengeschwüren zu erkranken.

 

Anzeichen für Magenproblemen bei Pferden sind:

  • saurer Geruch aus dem Maul
  • ständiges Kauen, ohne Futter (Leerkauen), sowie Zähneknirschen
  • ständiges Flehmen, Gähnen und Aufstoßen
  • stumpfes Fell
  • aufgeblähter Bauch (Strohbauch)
  • schlechte Futteraufnahme, Gewichtsverlust, Abmagerung, Appetitlosigkeit
  • Durchfall, Kotwasser
  • mangelnde Leistungsbereitschaft, Trägheit
  • Verhaltensänderungen wie ablecken von Metall, Nervosität, Aggressivität, Selbstverletzungen
  • Wiederkehrende Koliken

 

Allerdinge ist eine Gastroskopie (Magenspiegelung) die einzig zuverlässige Methode, um Magengeschwüre zweifelsfrei beim lebenden Pferd nachzuweisen.

 

Es gibt eine Fülle von Haltungs-Faktoren, welche die Entstehung von Geschwüren im oberen Magenbereich begünstigen. Sie haben alle gemeinsam, dass sie entstehen, weil die Magenschleimhaut zu viel Säure ausgesetzt ist und dadurch verletzt wird.

 

Für die Behandlung von Magengeschwüren ist es empfehlenswert die übermäßige Säurebildung zu unterdrücken. Dafür werden folgende Maßnahmen empfohlen:

 

– Als beste Maßnahme betrachten die Wissenschaftler nach wie vor den ständigen Zugang zu einer hochwertigen, guten Weide, obwohl die wissenschaftliche Beweislage dafür nicht eindeutig ist.

 

– Wem dies nicht möglich ist, der sollte seinen Pferden entweder freien Zugang zu Heu oder zumindest vier bis sechs Heu-Gaben pro Tag einräumen.

 

– Pferde sollten mindestens 1,5 kg Heu pro 100 kg Körpergewicht pro Tag bekommen.

 

– Pferde sollten Getreide und Kraftfutter so sparsam wie möglich bekommen.

 

– Die Gabe von süßer, zuckerreicher Nahrung sollte vermieden werden, da eine große Menge von flüchtigen Fettsäuren gebildet werden könnte, wenn mehr als 1 bis 2 kg zuckerreichen Futters pro Mahlzeit verabreicht wird.

 

– Getreide wie Gerste und Hafer können ersetzt werden, um die Vergärung zu flüchtigen Fettsäuren zu verringern. Es empfiehlt sich, nicht mehr als 2 Gramm Stärke pro kg Körpergewicht pro Tag aufzunehmen oder maximal 1 Gramm Stärke pro kg Körpergewicht pro Mahlzeit.

 

– Pflanzliche Öle und Kräuter können helfen, die Säurebildung zu reduzieren.

 

– Pferde sollten ständig Zugang zu Wasser haben.

 

Die Untersuchung „European College of Equine Internal Medicine Consensus Statement — Equine Gastric Ulcer Syndrome in Adult Horses'"von Sykes, B.W., Hewetson, M., Hepburn, R.J., Luthersson, N. and Tamzali, Y. wurde im ,Journal of Veterinary Internal Medicine' am 4. September 2015 veröffentlicht und kann in englischer Originalfassung hier nachgelesen werden.

 

 

Warum der Magensaft von EWALIA helfen kann

Helfen Sie Ihrem Pferd durch Prävention mit dem Magensaft von EWALIA - Natur pur, einem natürlichen Ergänzungsfuttermittel welches zu 100% Kräuter in zertifizierter Apothekenqualität beinhaltet.

 

Für die Behandlung und Vorbeugung von Magengeschwüren und Gastritis bei Pferden ist es empfehlenswert die übermäßige Säurebildung im Magen zu unterdrücken. Der Magensaft von EWALIA - Natur pur ist ein natürliches Ergänzungsfuttermittel welches zu 100% Kräuter in zertifizierter Apothekenqualität beinhaltet. Die Kräuter sind seit Jahrtausenden für folgende positive Wirkungen im Magenbereich bekannt:

 

  • Entkrampfen und Schmerzen lindern

Entzündungshemmende und krampflösende Pflanzen sind:

  • Schützen

    Bei Magenerkrankungen ist häufig der Schleimhautschutz gestört. Zusätzlichen Schutz bietet:

  • Entsäuern

    • Kamille,

    • Süßholzwurzel

    • Fenchel

      In flüssiger Form dämpfen die Säureproduktion des Magens.

26.10.2015  Autor Mag. Cornelia Seidl

Download
Gastritis und Magengeschwüre bei Pferden
Adobe Acrobat Dokument 37.5 KB