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Melisse / Zitronenmelisse

Die Melisse (Melissa officinalis) heißt wegen des charakteristischen Duftes auch Zitronenmelisse. Bei nervös bedingten Beschwerden von Pferd und Hund hat Melisse eine wohltuende Wirkung. Das nach Zitronen duftende Heilkraut wirkt rundum entspannend – sowohl aufs Gemüt als auch bei Magen-Darm-Beschwerden.

Wo kommt die Melisse vor, und wie sieht sie aus?

Die Melisse war ursprünglich in den warmen Regionen Süd- und Südosteuropas heimisch. Als beliebte Teepflanze sowie als Küchenkraut ist sie heute in ganz Europa verbreitet.

Die Melisse zählt zur Familie der Lippenblütler, der auch andere bekannte Heilkräuter wie Salbei oder Rosmarin angehören. Die Gattung der Melissen hat nur vier Arten, die sich durch ihren jeweiligen Geruch voneinander unterscheiden lassen. Melissa officinalis, die Zitronenmelisse, ist an ihrem typischen Duft leicht zu erkennen. Wenn man die Blätter zwischen den Fingern zerreibt, verströmen sie einen zitronenartigen Duft, für den Öldrüsen verantwortlich sind, die ätherische Öle enthalten.

Die Melisse wächst als mehrjährige, bis zu 90 cm hohe Staude, die keine besonderen Ansprüche an den Standort stellt. Ihre Blätter sind oval, saftig-grün und leicht behaart, sie ähneln den Blättern der Brennnessel. 

Die Pflanze blüht von Anfang Juni bis Ende August. Die zarten Lippenblüten sind meistens weiß, die Blüten können aber auch in Violett, Rosa oder Blau erscheinen. Sie enthalten Nektar und ziehen damit die Bienen an. Melisse wird daher auch als „Bienenkraut“ bezeichnet – und das schon seit langer Zeit: Der Name selbst stammt aus dem Griechischen und ist von melitta, dt. Honigbiene, abgeleitet.

Aus den Blüten bilden sich nach der Befruchtung kleine eiförmige Nussfrüchte, welche die Samen enthalten. Außerdem kann sich die Melisse auch durch ihre Wurzeln vermehren, die unterirdisch ein verzweigtes Netz (Rhizom) bilden.

Wie wird Melisse verwendet?

In der Küche kommt die Melisse vielseitig zum Einsatz, ihr frischer Geschmack nach Zitronen verträgt sich sowohl mit Süßspeisen als auch mit herzhaften Gerichten. Weiters wird sie als Zutat für Erfrischungsgetränke verwendet.

Als Heilkraut mit stimmungsaufhellender Wirkung ist die Melisse schon seit der Antike bekannt. Auch Hildegard von Bingen schätzte die Heilkraft der Melisse. Im klösterlichen Umfeld, wo das Heilkräuterwissen über Jahrhunderte weitergegeben wurde, entstand auch der berühmte „Klosterfrau Melissengeist“, den eine deutsche Karmeliternonne nach französischem Rezept 1826 erstmals herstellte.

In der Phytotherapie kommen die Blätter der Melisse zur Anwendung. Sie werden vor der Blüte gesammelt, wenn die Pflanze die höchste Konzentration an Wirkstoffen hat, und langsam getrocknet. Die Herstellung von reinem ätherischem Öl aus der Melisse ist sehr aufwendig, dementsprechend kostspielig ist das Öl. Alternativ kann Melisse auch in Öl angesetzt und ein Auszug hergestellt werden.

Zubereitungen aus Melisse werden heute bei Schlafstörungen, nervöser Unruhe und bei Auswirkungen von chronischem Stress empfohlen. Melissentee wirkt außerdem entspannend auf die Darmmuskulatur und kann Verdauungsbeschwerden lindern. Die ätherischen Öle der Melisse sind Hauptbestandteil von Salben gegen Fieberblasen bei Herpes simplex. 

Welche Inhaltsstoffe sind für die Wirksamkeit der Melisse verantwortlich?

Die Blätter und auch die Blüten der Melisse enthalten vor allem ätherische Öle, darunter Citral. Charakteristisch für diese gelbliche, flüssige Substanz ist ihr Zitronenduft, der Insekten abschrecken soll. Citral hemmt das Wachstum von Bakterien und Pilzen und zeigt sich antibiotisch wirksam gegen den Krankheitserreger Staphylococcus aureus.

Das ätherische Öl der Melisse hat beruhigende, entspannende und angstlösende Wirkung. Vermutlich wirkt es auf die Rezeptoren bestimmter Neurotransmitter ein, welche für vermehrt bei chronischem Stress ausgeschüttet wird. Durch die Wirkung der Melisse auf das vegetative Nervensystem werden Magen und Darm bei nervösen Verdauungsstörungen beruhigt und entkrampft. Weiters fördern die aromatischen pflanzlichen Wirkstoffe der Melisse die Produktion von Speichel, Magen- und Gallensaft und wirken appetitanregend.

Die in der Melisse vorkommende Kaffeesäure und die Rosmarinsäure – ein Gerbstoff, der auch in einigen anderen Lippenblütler-Gewächsen wie Rosmarin, Salbei, Thymian und Beinwell enthalten ist – haben antioxidative, entzündungshemmende und antimikrobielle Eigenschaften. Die antivirale Wirkung der Melisse wird ebenfalls auf ihre Gerbstoffe zurückgeführt.

Bei welchen Beschwerden von Pferden und Hunden kann Melisse hilfreich sein?

Äußerlich angewandt, kann Melissentee bei Insektenstichen Linderung bringen. Tipp: Ein weiches Tuch mit Melissentee tränken und auf den Stich auflegen.

Innerlich wirkt Melisse beruhigend bei

  • Angst
  • Unruhe und Nervosität
  • Schlafstörungen
  • stressbedingten Verdauungsbeschwerden

Positive Effekte hat die Melisse zudem bei systemischen Erkrankungen wie Borreliose, einer Krankheit, die unter anderem auch das Nervensystem befällt. Die antibakterielle Wirkung der Melisse kann zugleich das Immunsystem entlasten.

Die positive Wirkung der Melisse auf die Verdauung ist hilfreich bei

  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Krämpfen
  • Blähungen und
  • Appetitlosigkeit

Unerwünschte Wirkungen:

Das ätherische Öl der Melisse darf nicht pur angewendet werden, da es Haut und Schleimhäute reizt. Bei bekannten Allergien gegen Lippenblütler soll Melisse nicht verwendet werden.


Quellen

DAZ.online. (03. 04 2018). Von Melisse: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2018/01/01/melisse-mehr-als-nur-einschlafhilfe abgerufen

Purle, T. (25. 06 2020). Das Kräuterbuch. Von Zitronenmelisse: https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Zitronenmelisse.html abgerufen

Reichling, J., Gachnian-Mirtscheva, R., Frater-Schröder, M., Di Carlo, A., & Widmaier, W. (2008). Heilpflanzenkunde für die Veterinärpraxis. Berlin-Heidelberg: Springer Medizin Verlag.