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Leinsamen: Kleine Körnchen mit großer Wirkung

Die braunen, gold- oder hellgelben Samen der Flachspflanze haben einen festen Platz in der Pferdefütterung. Ganz oder geschrotet, als Öl oder Leinkuchen liefern sie nicht nur jede Menge Energie, sondern wichtige Inhaltsstoffe für Muskulatur, Stoffwechsel und Verdauung und sorgen für Hochglanz im Fell. Warum der Leinsamen und die daraus gewonnenen Produkte für deinen Liebling so wertvoll sind, liest du hier.

Flachs gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Ab dem Neolithikum lieferten die hübschen, blau blühenden Pflanzen Fasern für die Herstellung von Textilien, Seilen und Netzen, und die ölhaltigen Samen dienten Mensch und Tier als Nahrungsmittel. Schriften des Hippokrates, des berühmtesten Arztes der griechischen Antike, bezeugen, dass Leinsamen und Leinöl bereits 500 v. Chr. als Diätetika Beachtung fanden. 

Wofür kann Leinsamen verwendet werden?

Die heilsame Wirkung des Leinsamens ...

Schon die alten Stallmeister wussten über die heilsame Wirkung des Leinsamens Bescheid. Die Pressrückstände aus der Ölgewinnung fanden für wärmende Umschläge Verwendung und brachten Abszesse zum Reifen. Nach großen Anstrengungen, im Fellwechsel oder bei Verdauungsstörungen gönnte man den Pferden eine warme Mahlzeit, ein „Mash“, das zu einem guten Teil aus gequollenen Leinsamen bestand, oder man fügte der Futterration magerer Pferde einen Schuss Leinöl zu, das viel Energie lieferte und das Fell zum Glänzen brachte. 

Die Öle des Leinsamens - wertvoller Energielieferant für Pferde und Hunde

Was die Stallmeister aus Erfahrung wussten, ist längst empirisch nachgewiesen: Die in den Schalen des Leinsamens enthaltenen Schleimstoffe schützen den Verdauungstrakt. Äußerlich angewendet, legen sie sich wie ein Schutzfilm auf die Haut und wirken reizlindernd und entzündungshemmend. Die fetten Öle des Leinsamens mit ihrem rekordverdächtig hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren sind als Energielieferanten und diätetischer Futterzusatz für Pferde – und auch für Hunde – von großer Bedeutung. Speziell der Fellwechsel wird positiv beeinflusst. 

Außerdem enthält Leinsamen die Vitamine B1, B2, B6 und E sowie Selen, Nicotin-, Fol- und Pantothensäure. Leinöl ist reich an Tocopherol (Vitamin E) und essenziellen Fettsäuren und hat bei äußerlicher Anwendung antibakterielle Wirkung.  

Wie wirkt Leinsamen auf die Verdauung?

Die ballaststoffreichen Schalen der Leinsamen enthalten ca. 7 % Schleimstoffe, die bei Wasseraufnahme aufquellen. Im Magen-Darmtrakt verdoppelt der Leinsamen sein Volumen und fördert dadurch die Darmperistaltik. Das Öl in den Samen „schmiert“ zusätzlich die Darmwände. Doch auch bei Durchfall, wie er bei Hunden oft vorkommt, leistet der Leinsamen gute Dienste: Er bindet die Flüssigkeit im Dickdarm und verlangsamt die Kotpassage. Außerdem soll er Giftstoffe der Bakterien, die den Durchfall verursachen, binden und abtransportieren. 

Welcher Leinsamen ist am besten für mein Pferd?

Ob die Samenschalen nun braun oder goldgelb sind, hat auf die Inhaltsstoffe keinen Einfluss. Ganze Samenkörner können ebenso verfüttert werden wie geschroteter Leinsamen. Allerdings kommen die in den Zellen der Samenschalen eingeschlossenen Schleimstoffe erst beim Aufbrechen der Schale zur Wirkung, und unzerkaute Samenkörner werden unverdaut wieder ausgeschieden. Geschroteter Leinsamen kann besser verwertet werden, ist jedoch aufgrund der Oxidationsempfindlichkeit der ungesättigten Fettsäuren, die beim Zerkleinern freigesetzt werden, nur kurze Zeit haltbar. 

Bei geschältem Leinsamen geht ein Teil der wertvollen Inhaltsstoffe, die sich vor allem in der Schale befinden, verloren. 

Leinöl versus Leinkuchen und Leinextraktionsschrot

Leinöl wird aus reifen, zerkleinerten Samenkörnern gewonnen. In kaltgepresstem Öl – leicht zu erkennen an der goldgelben Farbe und dem würzigen Geruch – bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe des Leinsamens erhalten. 

Leinkuchen und Leinextraktionsschrot bestehen aus den Pressrückständen des Leinsamens aus der Ölgewinnung. Sie enthalten dementsprechend weniger Fett.

Wozu braucht mein Pferd überhaupt Fett?

Kaum zu glauben: auch Grünpflanzen enthalten Fette und Öle. Ein Pferd, das freien Zugang zu natürlich gewachsenen Weiden hat, ist bestens mit Omega-3-Fettsäuren, speziell mit Alpha-Linolen-Säure, versorgt. Auch Hafer, der früher als klassisches Pferdefutter in den Futtertrog von schwer arbeitenden Pferden kam, enthält Öl. Mit der Zeit wurde der Hafer mehr und mehr von anderen Getreidesorten abgelöst, und naturbelassene Wiesen, auf denen die Pferde Blütenstände und Samen finden, sind rar geworden. 

Daher wird die Zufütterung von hochwertigen Ölen, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind, von Experten empfohlen: 

  • Die ölhaltigen Leinsamen enthalten hohe Mengen an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, die sich positiv auf die Elastizität der Zellmembran von Blut- und Nervenzellen auswirken. Damit wird die Durchblutung des Organismus gefördert, die Herzgefäße werden gestärkt und entzündliche Prozesse im Körper schneller abgebaut. 
  • Leinsamen bietet das richtige Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu den ebenso wichtigen Omega-6-Fettsäuren, die in Form von Linolsäure in den Samen enthalten sind.
  • An Fett gebunden ist auch die Aufnahme von Vitamin E, genauer gesagt, der Tocopherole, die Vitamin E-Aktivität aufweisen. Vitamin E ist essenziell, das heißt, der Organismus kann es nicht selbst herstellen, sondern ist auf die Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Pflanzliche Öle, wie sie im Leinsamen enthalten sind, bilden die Hauptquellen für natürliches Vitamin E. Tocopherole wirken als Antioxidantien und als Radikalfänger, indem sie sich in den Zellmembranen anlagern und dort die Sauerstoffradikale abfangen, die rote Blutkörperchen, Muskulatur und Gewebe angreifen. Damit verhindern sie die Oxidation hoch ungesättigter Fettsäuren. Da Tocopherole in diesem Prozess selbst oxidieren, müssen sie ständig neu aufgenommen werden. Eine weitere wichtige Eigenschaft des Vitamin E ist seine positive Wirkung auf das Immunsystem. 

Die Sache mit der Blausäure: Muss ich Leinsamen abkochen? 

Leinsamen enthält, wie übrigens viele Futterpflanzen, sogenannte cyanogene Glucoside – Vorstufen der Blausäure. Nach ihrer Umwandlung im Verdauungstrakt entspricht das einer Menge von rund 50 mg Blausäure auf 100 g Leinsamen. Bei der empfohlenen Menge von 0,5 – 1 g pro kg Körpermasse je Tag ist die Fütterung von rohem, am besten geschrotetem Leinsamen für das Pferd völlig ungefährlich. Besonders vorsichtige Pferdebesitzer können die Samen natürlich auch aufkochen oder einweichen: Die Cyanidverbindung ist flüchtig und verdampft beim Kochen bzw. entweicht im Wasserbad. 

Diese Vorbehandlung hat den zusätzlichen Vorteil, dass die Schale der Leinsamen aufgeschlossen wird und die Schleimstoffe, die sich darunter befinden, direkt verwertbar werden. Sollte der Leinsamen allerdings überkochen, klebt die Masse hartnäckig auf der Herdplatte … Und ob roh oder gekocht: Pferde finden die kleinen Körner ausgesprochen lecker. 

Quellen

  • Coenen, M., & Vervuert, I. (2020). Pferdefütterung (6. Ausg.). Stuttgart: Georg Theme Verlag KG.
  • Krist, S., Buchbauer, G., & Klausberger, C. (2008). Lexikon der pflanzlichen Fette und Öle. Wien: Springer Verlag.
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