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Headshaking beim Pferd

Unterschiedliche Beschwerden, von leichtem Kopfschütteln über Lichtempfindlichkeit, häufigem Schnauben bis zu unkontrollierbarem Kopfschütteln und hoher Selbstverletzungsgefahr des erkrankten Tieres, umfasst der als „Headshaking“ bezeichnete Symptomkomplex bei Pferden. Die Ursache und Entstehung sind nur in manchen Fällen bekannt, dementsprechend sind die Therapien nur zum Teil erfolgreich. Es besteht jedoch Hoffnung durch den Einsatz adaptogener Pflanzen und Kräuter.

Was versteht man unter Headshaking?

Symptomatisches Headshaking

Headshaking wird anhand der Ursachen in zwei Kategorien eingeteilt: Beim symptomatischen Headshaking können Zahnprobleme, Infektion, Allergien, ein Schädel-Hirntrauma, ein Virus wie z.B. Borna Virus, ein Starrkrampf, ein Parasitenbefall am Kopf durch z.B. Milben etc., Beschwerden an den Augen, Probleme im Rückenbereich oder sogar Rittigkeitsprobleme die Ursache sein.

Idiopathisches Headshaking

Wenn die Ursachen des symptomatischen Headshakings ausgeschlossen wurden, das Leiden aber immer noch auftritt, spricht man vom so genannten idiopathischen Headshaking. Hier handelt es sich wahrscheinlich um eine Erkrankung, bei der ausgehend vom Nervus trigeminus, welcher sich über den gesamten Pferdekopf erstreckt, Schmerzsignale an das Pferdegehirn gesendet werden, wobei als Ursache hierfür ein Nervenkontakt vermutet wird. Eine benachbarte Arterie läuft zu nah an den Nerven entlang und reizt die durch das vorbei strömende Blut verursachte Muskeltätigkeit verschiedener Hohlorgane. Dies erklärt auch, warum bei großer Anstrengung und damit gesteigertem Blutdruck, die Symptome verstärkt werden.

Welche Symptome treten auf?

Das Symptom des Kopfschlagens ist namensgebend für die Krankheit „Headshaking“. Anders als Koppen oder Weben gilt Headshaking nicht als Verhaltensstörung. Die Symptome sind in Ausprägung und Intensität von Tier zu Tier unterschiedlich. Alle Rassen können in jedem Alter betroffen sein. Vereinzelt gibt es Fälle, bei denen das Tier eingeschläfert werden musste, da es für den Menschen und sich selbst eine zu große Gefahr darstellte.

Typischerweise zeigen Pferde, die an Headshaking leiden, häufig folgendes Verhalten:

  • Reflexartiges Kopfschütteln und Schnauben
  • Mit der Zunge spielen und die Oberlippe hochziehen (wie beim Flehmen)
  • Reaktion auf Lichtreflexe (z.B. Kontraste durch Schatten)
  • Überempfindlichkeit gegenüber Insekten und Stresssituationen
  • Reiben der Nase oder des Kopfes an Gegenständen und/oder an den Vorderbeinen
  • Klarer bis weißlicher Schleim aus der Nase, tränende Augen

In den meisten Fällen verstärken sich die Symptome des Headshakings an warmen und sonnigen Tagen. Betroffene Pferde reagieren sogar auf Lichtreflexe wie „glitzernder“ Schnee sehr sensibel. Lichtempfindliche Pferde sollten nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden. Wind kann die Symptome je nach Art der Ausprägung der Verhaltensauffälligkeiten stark verschlechtern oder auch lindern. Man kann beobachten, dass die Pferde übersensibel auf Berührungen im Kopfbereich reagieren. Häufig schleifen betroffene Pferde auch mit der Nase am Boden, reiben sich an Wänden, anderen Gegenständen oder sogar an den eigenen Vorderbeinen. In schlimmeren Fällen wurde beobachtet, dass betroffene Pferde Anzeichen von starken Kopfschmerzen zeigten und aufgrund dieser konstant oder phasenweise den Kopf gegen feste Gegenstände schlugen.

Man konnte schon bei mehreren betroffenen Pferden feststellen, dass die Symptome bereits beim Aufhalftern oder Zäumen begonnen haben. Meistens sind die Pferde unwillig unter dem Reiter und zeigen sich wenig kooperativ und arbeitswillig. Schreckhaftigkeit, vor allem bei Helligkeitsübergängen, sind ebenfalls eine beobachtete Begleiterscheinung. Es ist auch bekannt, dass Pferde mit diesem Handicap an Gewichtsverlust leiden oder erschöpft, irritiert und angespannt sind.

Paradoxerweise wurde schon so manches Pferd mit Headshaking-Symptomatik in einer Klinik vorgestellt, wo es durch den Umgebungswechsel kaum bis kein auffälliges Verhalten gezeigt hat. Das führt zu dem Schluss, dass die Ursache des Krankheitsbildes stark mit der Umgebung, Haltung und der dortigen (Stress-)situation zusammenspielt.

Was sind Ursachen und Auslöser von Headshaking?

Betroffen sind erfahrungsgemäß Pferde aller Rassen und jeden Alters, wobei sich statistisch gesehen eine Häufigkeit bei Pferden ab 7 Jahren sowie bei Wallachen zeigt. Ob dies eine signifikante Aussage darstellt, sei dahingestellt.

Einige Pferde headshaken ohne gesundheitliche Auffälligkeiten. Allein ein fehlerhaftes Zaumzeug, Gebiss, ein nicht passender Sattel, eine viel zu starke Reitereinwirkung, Stress z.B. bei Wettkämpfen, Stallwechsel, das tägliche Umfeld oder sogar schlechte Haltung und Fütterung können hier die Ursachen sein.

Der Kontakt bzw. die zu geringe Distanz des Trigeminusnervs von dem Sehnerv wird in Fachkreisen als eine auffallend häufige Ursache für idiopathisches Headshaking beschrieben. Das kann im schlechtesten Fall zu einer Lichtempfindlichkeit des Pferdeauges führen.

Weiters können Nervenschädigungen, welche durch die verschiedensten Viren z.B. Herpesviren oder Bakterien wie Borreliose ausgelöst werden und ebenfalls typisches Verhalten von Kopfschlagen hervorrufen.

Bei so diversen Wechselbeziehungen, Begleiterscheinungen und Kausalitäten, bleibt die Diagnose sowie Behandlung eine Herausforderung für Veterinäre und BesitzerInnen der betroffenen Tiere.

Welche Behandlungen und Therapieansätze gibt es bei Headshaking?

In der Literatur wurden bereits mehrere Ansätze beschrieben. Da einige Headshakingfälle saisonal auftreten, wurde davon ausgegangen, dass der Hormonhaushalt eventuell als Auslöser eine Rolle spielt. Ein Ärzteteam hat im Zuge einer Studie versucht einen Impfstoff mit Gonadotrophin freisetzenden Hormonen bei Headshakingpferden zur Linderung anzuwenden. Der erwartete Erfolg blieb aus, außerdem war auch die Anzahl der Probanden sehr gering.

Ein anderer Ansatz war eine chirurgische Neurolyse des Trigeminusnervs. Die Operation sollte zur Folge haben, dass der unter Druck stehende und beanspruchte Nerv entlastet und entspannt wird. Entzündungsprozesse sollten dabei zur Abheilung kommen. Ein sehr stark von Headshaking betroffener Hannoveraner Wallach wurde als Proband auserwählt. Der Verlauf nach der Operation war recht belastend und schmerzvoll für das Pferd. Am Ende war die Besserung zwar sichtbar, aber nach ein paar wenigen Monaten kam das Headshaking wieder. Kein halbes Jahr später wurde das Pferd erlöst, da der Wallach keine ausreichende Lebensqualität mehr hatte.

Ein Team aus Kalifornien hat zur reinen Diagnose des idiopathischen Headshakings den Ansatz der Stimulation der Nervenbahnen gewählt. Durch den so genannten SEP Test (Somatosensibel evozierte Potentiale) werden betreffende Nervenbahnen über Elektroden mittels Strom in bestimmten Frequenzbereich gereizt und dessen Werte gespeichert und mit nicht erkrankten Pferden verglichen. Diese Testmethode war allerdings leider nicht aussagekräftig. Spannend dabei war die Entdeckung, dass betroffene Nerven trotz lokaler Betäubung, dennoch eine hohe Spannung aufwiesen. Das bedeutet, dass die klassische Therapie der Betäubung bzw. Anästhesie des Trigeminusnervs vermutlich nur von wenig Erfolg gekrönt sein könnte.

Die klassischen Therapieansätze wie Schmerzmittel oder nicht-steroidale Entzündungshemmer sind meist nicht erfolgreich. Von Veterinärmedizinern empfohlen wird eine Neurektomie (chemischer oder chirurgischer Nervenschnitt), welche aber kostenintensiv und zeitgleich nur mäßig und nicht langfristig erfolgreich ist. Die Suche nach einer leistbaren und erfolgreichen Alternative ist bei betroffenen Pferdebesitzern oft sehr intensiv.

Adaptogene Pflanzen und Kräuter bei Headshaking geben Hoffnung

Die Bezeichnung adaptogen hat den wörtlichen Ursprung in Adaption also Anpassung. Der Name beschreibt die Anwendung und Wirkung insofern, dass hier die Anpassung an Stresssituation, ungewöhnliche Umstände physischer und psychischer Natur gemeint ist. In der Humanmedizin werden diese unter anderem bei Stress, Angst und Schlafstörungen eingesetzt, sind aber in der Tiermedizin auch nicht gänzlich unbekannt. Ginseng ist diesbezüglich das bekannteste Beispiel aus der Naturheilkunde und gilt allgemein als tonisierend, stärkend, mobilisiert die Körpereigenen Abwehrkräfte und vieles mehr.

Biologisch aktive Pflanzenstoffe mit adaptogener Wirkung wie der Rosenwurz haben Einfluss auf so genannte „Glückshormone“ wie Serotonin, welches wiederum die Spannung von Blutgefäßen beeinflusst. Kombinationen aus unterschiedlichen adaptogenen Kräutern gelten ebenfalls als Stärkungsmittel.

Ein Beispiel für diese Kombination wären Taigawurzel, Macawurzel und Rosenwurz, deren Wirkungen hier noch kurz einzeln umrissen werden:

Taigawurzel

Die Taigawurzel ist für ihre stärkenden, stimulierenden und Immunsystem anregenden Wirkungen bekannt. Bei Tieren als auch bei Menschen konnte durch die Einnahme der Taigawurzel eine Leistungs- und Konzentrationssteigerung beobachtet werden.

Macawurzel

Die Macawurzel (Wurzelknolle), welche ursprünglich aus Südamerika stammt, ist dafür bekannt, dem Körper Energie zu liefern und die Ausdauer und Widerstandsfähigkeit zu steigern.

Rosenwurz

Der Rosenwurz findet bei Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen und leichten Depressionen seinen Einsatz, da sie die Endorphinausschüttung sowie den Dopamin- und Serotoninspiegel positiv beeinflusst. Die Mischung bzw. ein hochkonzentrierter Auszug aus den genannten adaptogenen Pflanzen und Kräutern kann eine Linderung bei Headshakingpferden bewirken und somit die Lebensqualität der betroffenen Tiere erhöhen.

Verfasserin: Bianca Becker-Slovacek am 21.02.2019

Quellen und weiterführende Literatur

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Bell, C., Hnenny, L., & Torske, K. (July 2018). Internal neurolysis of the maxillary branch of the trigeminal nerve for the treatment of equine tigeminal mediated headshaking syndrome. Can Vet J VOL59, S. 763-769.

Gerber, V., Venner, M., & Straub, R. (2016). Pferdekrankheiten: Innere Medizin (2. Auflage Ausg.). (V. Gerber, & R. Straub, Hrsg.) Bern: utb.

Knottenbelt, D. (kein Datum). http://www.equinedental.com.au/. Von https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=10&ved=2ahUKEwjAgOaC8Z_iAhXB8uAKHR_PAZQQFjAJegQIABAC&url=http%3A%2F%2Fwww.equinedental.com.au%2Fwp-content%2Fuploads%2F2016%2F02%2FHeadshaking-EQUINE-FORUM-2012.pdf&usg=AOvVaw3qHYNY3ntV-IRsWWfT abgerufen

Pahlow, M. (2013). Das große Buch der Heilpflanzen. Hamburg: Nikol Verlag.

Pickles, K., Berger, J., Davies, R., Roser, J., & Madigan, J. (Jänner 2011). Use of a gonadotrophin-releasing hormone vaccine in headshaking horses. Veterinary Record 1/8, S. o.S.

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Winter, J. C. (2009). Untersuchung zur Wirkungsweise einer Glyzerolinjektion an das Ganglion trigeminale als Grundlage einer Behandlung des Headshakings beim Pferd. Hannover: Tierärztliche Hochschule Hannover.

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