Das Immunsystem des Pferdes

Das Immunsystem des Pferdes

Mauke, Sommerekzem, Equine Sarkoide und viele andere Krankheitsbilder zeigen ein geschwächtes oder überaktives Immunsystem des Pferdes. In diesem Zusammenhang wird von Immunglobuline, Immunabwehr, Antigenen und Antikörpern gesprochen, aber wie funktioniert das Immunsystem wirklich und vor allem wie können wir Menschen das Immunsystem unserer Pferde unterstützen?

 

Was gehört zum Immunsystem?

Das Immunsystem ist ein Netzwerk von Organen, Zellen, Proteinen und Zuckerverbindungen, die gemeinsam das Ziel haben, den Körper vor Infektionen und Erkrankungen zu schützen und ihn zu heilen. Um dieses Ziel zu erreichen sind folgende Aufgaben zu erfüllen: Erreger wie Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten, so genannte Pathogene, sollen erkannt, abgetötet oder entfernt werden bzw. im Idealfall daran gerhindert werden in den Körper einzudringen. Die Anzahl an Antikörper soll erhöht und vervielfältigt werden und bereits bekämpfte Antigene sollen in einem Verzeichnis gespeichert werden, um beim nächsten Kontakt ein schnelles Erkennen und Bekämpfen zu ermöglichen. Geschädigtes Gewebe soll gefunden und repariert werden. Das klingt alles nicht nur sehr aufwändig, sondern es sind tatsächlich komplexe, multifunktionale biochemische Prozesse. Wo laufen diese Prozesse jetzt ab? Wo ist dieses Immunsystem genau?

An sich sind die Immunabwehrzellen (Immunglobuline, Akut-Phase-Proteine) ständig aktiv und wandern durch die Blutbahnen bzw. sind Bestandteil des Blutes. Zu finden sind Antikörper jedoch an unterschiedlichen Orten wie im Knochenmark, in der Milz, im lymphatischen System (Thymus, jegliche Lymphknoten) und in unterschiedlichem Gewebe wie im Darm, Lunge, Magen-Darmschleimhäute.  Produziert werden Immunzellen vorwiegend im Knochenmark, jedoch teilweise noch nicht vollständig differenziert und aktiviert. Im bereits erwähnten lymphatischen System werden einige der Zellen fertig bestimmt und aktiviert, wenn sie vor Ort auf Antigene treffen.

 

Was sind jetzt Antigene und was sind Antikörper?

Diese zwei Begriffe ähneln einem Schlüssel - Schloss-Prinzip, wenn man es einfach ausdrückt. Antigene sind per Definition Stoffe, die in einem fremden Organismus eine Immunreaktion auslösen können. Sie führen unter anderem zur Bildung von Antikörpern. Diese Antikörper werden dazu erschaffen mit genau diesen Strukturen der eingedrungenen Antigene zu reagieren.

 

Wofür benötigt mein Pferd Antikörper?

Wenn anatomische Barrieren wie Epithelzellen der Haut und im Gewebe zum Beispiel den Eintritt von Pathogenen oder Toxinen nicht verhindern, oder die physiologische Abwehr über Tränen, Blutung, Magensäure, also generell Sekrete, versagt, dringen Antigene in den Pferdekörper ein und lösen im Idealfall eine Immunantwort aus. Die im Blut zirkulierenden Leukozyten (weiße Blutzellen) sind die hauptverantwortlichen Zellen des Immunsystems. Sie unterteilen sich in weitere Einheiten wie neutrophile Granulozyten (unspezifische Abwehr vorwiegend in Eiter), eosinophile Granulozyten (Abwehr von Parasiten), basophile Granulozyten (Histamin, Heparin, Seratonin), Monozyten/Makrophagen (phagozytieren bzw. fressen ihre „Opfer“), Mastzellen (lösen bei Allergien anaphylaktische Reaktionen aus), B-Lymphozyten (erworbene Immunreaktion, sollen nach Erkennen des Erregers die Antikörperproduktion ankurbeln) und T-Lymphozyten (im Thymus gereift, T-Helferzellen weil sie B-Zellen bei der Vermehrung helfen, Gedächtniszellen). Man merkt, das Immunsystem besteht aus vielen komplexen, biochemischen Prozessen, die Großteils in der Medizin und Veterinärmedizin sehr gut erforscht wurden.

Dringt nun ein Erreger (oder nennen wir es eine fremde Zellstruktur) in den Organismus ein, ist es das Ziel, dass die dazu passenden B-Lymphozyten sich vermehren, differenzieren und Antikörper bilden. Diese werden auch Immunglobuline (Ig) genannt.

 

Welches Immunglobulin ist wo beteiligt?

Jeder Antikörper passt zu einem Antigen, welches aus Glykoproteine besteht und in der Struktur einem Y ähneln. Beim Pferd sind sie aufgrund der Verwendung als Immunserumproduktion gut erforscht. Zu nennen sind IgD, IgA, IgM, IgE und IgG (7 Unterklassen). IgA kommt vorwiegend in Körperflüssigkeiten vor wie Speichel, Darmsekret, Milch sowie Schleimhäuten. IgM aktiviert das Komplementsystem (unspezifische, angeborene Immunsystem) im Frühstadium der Immunreaktion. IgE ist zum größten Teil an Membranrezeptoren der Mastzellen und basophilen Granulozyten gebunden. Bindet es sich an Allergene, dann veranlasst es die Mastzellen Histamin und andere Entzündungsmediatioren auszuschütten. Dies führt zum Beispiel im Fall des Sommerekzems zu einer Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems. IgD ist für die Aktivierung der B-Lymphozyten verantwortlich. IgG mit dessen 7 Unterklassen machen den Hauptanteil (80%) der Immunglobuline im Blut aus und wirken vor allem gegen Viren und Bakterien sowie Parasiten.

 

Was bedeutet es, wenn die Immunantwort schiefgeht?

Ein gut funktionierendes Immunsystem steht in Verbindung mit einer guten Balance zwischen aktivierenden und hemmenden Prozessen. Wenn eine Immunantwort nicht korrekt abläuft, wird nach Kontakt der fremden Struktur entweder keine Aktivierung (Immunsupression) oder eine Überempfindlichkeitsreaktion (Autoimmunität) eingeleitet. Überempfindlichkeitsreaktionen werden nach Gerber/Straub in 4 unterschiedliche Typen eingeteilt, wobei der für uns Pferdebesitzer bekannteste Typ die Sofortreaktion (Typ 1) darstellt und vor allem das Sommerekzem als Krankheitsbild zeigt. Bei fehlender Immunreaktion können sich die Erreger ohne Einschränkung vermehren und verteilen. Abgesehen von der genetischen Ursache entstehen Autoimmunerkrankungen oft durch die fehlende Weitergabe der Immunglobuline (Biestmilch; Kolostrum) durch die Milch der Mutterstute, welches oft schwerwiegende Folgen für das Fohlen nach sich zieht. Chronische Atemwegserkrankungen, chronische bakterielle Infekte und Mykosen (Pilzerkrankungen) lassen ebenfalls ein erworbenes Immundefizit vermuten. Forscher der Veterinärmedizin im Bereich Immunologie sehen sogar einen Zusammenhang zwischen Sexualhormonen und Autoimmunerkrankungen.

 

Woran erkenne ich ein geschwächtes Immunsystem?

Generell kann man davon ausgehen, dass bei Verletzungen und Wunden das Immunsystem stark belastet wird; einerseits bei der Bekämpfung der eintretenden Erreger, andererseits bei der Blutstillung und Wundheilung (Reparatur des Gewebes). Die Immunabwehrzellen erledigen ihre Aufgaben bis die zu hohe Anzahl der Erreger nicht mehr zerstört bzw. abgebaut werden können. Die Immunantwort ist zu schwach, Eiterherde entstehen, Schwellungen, Wassereinlagerungen usw. folgen. Somit kann man davon ausgehen, dass bei Verletzungen, Operationen, chronischen Entzündungen das Immunsystem beschäftigt bzw. geschwächt ist und eine Unterstützung sinnvoll wäre.

Stoffwechselerkrankte Tiere zeigen nahezu immer ein geschwächtes Immunsystem, da ein reger Stoffwechsel die Grundlage rascher Kommunikation zwischen Zellen oder Zellen und Organen darstellt. Ist diese Kommunikation gestört, kommt es entweder zu einer stark verzögerten Immunantwort oder gar zu einer Überfunktion, da durch den trägen Stoffwechsel falsche Informationen an die Abwehr weitergegeben werden (siehe oben Überempfindlichkeitsreaktion).

Typische Krankheitsbilder mit einhergehenden, geschwächten Immunsystem zeigen sich vorwiegend über die Haut wie Sommerekzem, Viruskrankheiten (z.B. Equines Sarkoid), bakterielle Infektionen (z.B. Staphylokokken), Pilzinfektionen (z.B. Pferdeflechten) sowie Parasitenbefall durch Würmer und/oder Milben. Zeigt das Hautbild deines Pferdes plötzlich starke Veränderungen, kann man davon ausgehen, dass ein geschwächtes oder überempfindliches Immunsystem beteiligt ist und Unterstützung benötigt.

 

Wie kann ich das Immunsystem unterstützen?

Bei starken Infektionen ist die Konsultation einer Tierärztin oder eines Tierarztes dringend empfohlen und notwendig! Es gibt jedoch viele Faktoren, die wir Pferdebesitzer steuern können und großen Einfluss auf die Funktion des Immunsystems haben.

  • Pferdegerechte sowie bedarfsorientierte Fütterung

Eine hohe Heuqualität sorgt dafür, dass zum einen die Anzahl an Bakterien, Schimmelpilzen und dergleichen sich in Grenzen hält und somit das Immunsystem nicht zu stark belastet wird. Zum anderen ist die Erhaltung von Mineralstoffen und Vitaminen bei sorgfältiger Gewinnung und Lagerung eher gegeben, als bei ungünstigen Bedingungen.

Die Verdauung und den Darm mit zu vielen Zusatzpräparatenoder zu großen Kraftfuttergaben nicht zu stark belasten, da ein Teil der Immunabwehr über die Magensäure, Magenschleimhäute und Darmsekret erfolgt. Besser kleine Portionen über den Tag verteilt füttern. Eine Sanierung des Magen-Darmtraktes ist auch für Immunreaktionen relevant.

Stoffwechselerkrankte Pferde wie bei EMS zeigen oft gerade dadurch ein geschwächtes Immunsystem. Die vorhandenen Zellgifte zerstören bzw. verhindern den Aufbau von Zellen im Körper und sollten dringend abgeführt werden mit einer Stoffwechsel- und Entgiftungskur. Übergewicht und fehlende Mineralstoffe und Vitamine ebnen einem trägen Stoffwechsel den Weg und somit einem geschwächten Immunsystem. Training, Muskelaufbau und dazu angepasste Versorgung mit Nährstoffen schafft Abhilfe.  

 

  • Stressreduzierter Alltag und viel Bewegung in der Frischluft

Stress in der Herde, häufige Stallwechsel oder Herdenwechsel erhöhen den Druck auf das Immunsystem und somit auf die Gesundheit. Ein Mangel an Bewegung oder zu langes Stehen in der Box im Winter mit wenig Frischluftzufuhr sowie durch das Reiten in Hallen mit verstärkter Staubbelastung steigert die Anfälligkeit von Atemwegsinfektionen.

Nach Operationen und schweren Verletzungen empfiehlt es sich, das Pferd keinem zu hohen Immundruck und Witterungen auszusetzen (Boxenruhe, Quarantänebox), damit ausreichend Energie für den Stoffwechsel und die Rekonvaleszenz vorhanden ist. Kurze Spaziergänge (sofern möglich und erlaubt während der Rehabilitation) lüften Lunge als auch Geist und schaffen Abwechslung.

 

  • Ausgewogene Versorgung an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Aminosäuren

Ideal wäre eine ausgewogene, dem Pferd und dem Raufutter angepasste Versorgung mit allen notwendigen Mineralstoffen, Vitaminen- und Spurenelementen zu gewährleisten. Zink, Vitamin C + B + K stärken das Immunsystem und helfen beim internen Zellschutz. Essentielle Aminosäuren sind nicht nur für die Vermehrung von Muskelzellen verantwortlich, sondern ebenfalls am Aufbau von Immunzellen beteiligt.

 

Der Ewalia Immunvitalsaft mit Kräuterportraits

Unser Immunvitalsaft enthält Wasser, Hagebutte, Echinacea, Süßholzwurzel, Fenchel, Enzian, Weißdorn, Brennnessel und Melisse. Er ist ein hochkonzentrierter Kräuterauszug, der weder Konservierungsmittel noch Zuckerzusätze oder andere chemische Zusatzstoffe enthält und ist somit für stoffwechselkranke Pferde geeignet. Folgend findest du die abgestimmte Kräutermischung einzeln im Portrait.

 

Hagebutte

Besondere Inhaltsstoffe:

Hagebutte enthält viel Vitamin C, andere Vitamine (A, B1, B2, K, P), Mineralstoffe, Fruchtsäure, Flavonoide, Gerbstoffe usw.

Wirksamkeit und Anwendungsgebiete:

Vorwiegend antioxidativ, entzündungshemmend und verbessert die Blutfettwerte (klinisch bestätigt). Klinisch belegt ist ebenfalls eine mäßige Wirkung bei Osteoarthritis.

Es steigert die Abwehrkräfte und wird eingesetzt bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten. Das Vitamin C stärkt die Immunkörperbildung. Bei Fieber und Erkältungskrankheiten wird der Vitamin C Gehalt sehr schnell aufgebraucht, dass selbe gilt für die Wundheilung.

 

Echinaceae purpureae herba (Purpur-Sonnenhut-Kraut)

Besondere Inhaltsstoffe:

Echinacin, Echinacosid

Wirksamkeit und Anwendung:

Überliefert aus der Urbevölkerung Amerikas wurde diese Pflanze zur Heilung von Wunden aller Art verwendet. Seit dem 20. Jhdt. ist bekannt, dass gewisse Verbindungen im Sonnenhut biochemische Prozesse gegen Bakterien und sogar Viren starten. Weitere Wirkstoffe steigern die Abwehrkräfte und werden in der Humanmedizin unterstützend zur Chemotherapie empfohlen. Klassisch zählt es zu den Erkältungsmitteln.

 

Süßholz (Lakritzenwurzel)

Besondere Inhaltsstoffe:

Hauptkomponente ist Glycyrrhizin, ein Gemisch aus Kalium- und Calciumsalzen der Glycyrrhizinsäure (50x süßer als Rohrzucker).

Wirksamkeit und Anwendungsgebiete:

Glycyrrhizin wirkt stark entzündungshemmend (antiphlogistisch), antiviral sowie antimikrobiell, erhöht vorrübergehend die Halbwertszeit von Cortisol und Aldosteron. Eine antiulzerogene Wirkung (Reduktion der Magensäure), vor allem nach längerer Schmerzmittelgabe, wurde im Versuch nachgewiesen. Im allgemeinen Gebrauch wird der Süßholzwurzel eine auswurffördernde, entzündungswidrige und krampflösende Wirkung nachgesagt und bei Husten, Gastritis und Magengeschwüren angewandt.

 

Fenchel

Besondere Inhaltsstoffe:

Ätherisches Öl (trans-Anethol, Fenchon, Estragol uvw.). Unterschieden wird in bitteren oder süßen Fenchel, deren biochemische Inhaltsstoffe sich geringfügig in der Konzentration unterscheiden.

Der Wirkstoff beim Fenchel ist das ätherische Öl. Es besteht zu 50-70% aus dem süßlich schmeckenden trans-Anethol und dem nach Kampfer schmeckenden Fenchon und anderen Stoffen. Es ist dem Anisöl sehr ähnlich.

Wirksamkeit und Anwendungsgebiete:

Die nachgewiesene Wirkungspalette reicht von antimikrobiell, krammpflösend, über sekretolytisch (Produktion von Schleim), Abhusten (expektorierend) bis zu antiphlogistisch (entzündungshemmend). Im Volksgebrauch wird es bei krampfartigen Magen-Darmbeschwerden, Menstruationskrämpfen, als auswurfsförderndes Hustenmittel, zur Beruhigung und als Karminativum (gegen Blähungen) eingesetzt.

 

Enzian

Besondere Inhaltsstoffe:

Bitterstoffe, hauptsächlich Gentiopikrin und der jüngst entdeckte Bitterstoff Amarogentin, der den höchsten Bitterstoffwert aufweist, wenig Gerbstoffe und ätherisches Öl.

Wirksamkeit und Anwendungsgebiete:

Enzianwurzel ist eine reine Bitterstoffdroge. Die anderen Inhaltsstoffe sind von untergeordneter Bedeutung. Der Gehalt an Gerbstoffen ist nur gering, was für die Verwendung als Magentonikum sehr wichtig ist, denn unerwünschte Reizwirkungen entfallen deshalb. Appetitlosigkeit, Magenschwäche mit mangelnder Magensaftsekretion (Absonderung), Störungen der Magenentleerung, Blähungen so wie Krampf- und Erschlaffungszustände des Magens und des Darms können mit einem Enziantee erfolgreich behandelt werden. Die Magensäureproduktion wird erhöht. Die Bitterstoffe wirken zum einen durch die Berührung der Schleimhäute im Maul, in dem sie heilende Reflexe auslösen, zum anderen nach Aufnahme in den Körper des Pferdes.  Es ist eines der ältesten Heilmittel durch dessen Bitterstoffe und schon seit Hippokrates (5. Jhdt. v. Chr.) überliefert.

 

Weißdorn

Besondere Inhaltsstoffe:

Die positive Crataeguswirkung entfaltet sich erst durch das Zusammenspiel aller Wirkstoffe und führt zu einer Potenzierung der Wirksamkeit. Diese sind vorwiegend Flavonoide, oligomere Prycyanidine, biogene Amine und andere.

Wirksamkeit und Anwendungsgebiete:

Der Weißdorn ist ein ausgezeichnetes Herzmittel und anzuwenden bei den verschiedensten Herz- und Kreislaufbeschwerden. Eine Dauergabe ist unschädlich und in den meisten Fällen in der Humanmedizin notwendig. Auch vorbeugend bei erhöhter Stressbelastung ist Weißdorn eine gute Unterstützungsmöglichkeit, denn es verbessert sich die gesamte Herzleistung wie die koronare Durchblutung und beruhigt auch „nervöse“ Herzen.

 

Brennnessel

Besondere Inhaltsstoffe:

1-2% Flavonoide, 1-4% (z.T. wasserlösliche) Silikate, Scopoletin und Sitosterol, Kaffeesäureester, Polyphenolen, Proteine, Fett, Kohlenhydrate und Vitamin K.

Wirksamkeit und Anwendungsgebiete:

Die Hauptwirkung der Brennnesselblätter ist die Harnmenge und Ausscheidung zu erhöhen und somit den Stoffwechsel anzuregen. In der Humanmedizin werden sie zur Linderung von Prostatabeschwerden bei Männern eingesetzt.

 

Melisse

Besondere Inhaltsstoffe:

Der wichtigste Inhaltsstoff ist das ätherische Melissenöl mit Citronellal, Citral und Caryophyllen. Die Mineralstoffe, die Gerb- und Bitterstoffe sowie geringe Mengen an Flavonoide müssen auch genannt werden.

Wirksamkeit und Anwendungsgebiete:

Die beruhigende Wirkung der Melisse steht im Vordergrund. Sie wirkt Nervosität aufgrund von Reizüberflutung entgegen, beruhigt den Magen (spasmolytische, karminative Wirkung) und das Gemüt und steigert die Abwehrkräfte.

Nachgewiesene Wirkungen im Versuch: antiviral gegen Herpes-Simplex-, Influenza-, und Myxoviren. Der wässrige Melissen-Extrakt (eigentlich die Rosmarinsäure) hemmt die Virusadsorption und verhindert das Eindringen des Virus in die Zelle. Eine leicht sedative und antiulzerogene (Magenschleim fördernd) Wirkung wurde ebenfalls bestätigt.

Verfasserin: Bianca Becker-Slovacek am 28.9.2018


Gerber V./ Straub R. (2016): Pferdekrankheiten. Innere Medizin. 2. Auflage. utb Haupt Verlag, Bern.

Julia. M./ Felippe B. (2016): Equine Clinical Immunology. 1. Auflage. Wiley-Blackwell Verlag, Oxford.

Pahlow, M. (2017): Das große Buch der Heilpflanzen. Gesund durch die Heilkräfte der Natur. 6. Auflage, Nikol Verlagsgesellschaft mbH, Hamburg.

Blaschek, W. (2015): Wichtel-Teedrogen und Phythopharmaka. Ein Handbuch für die        Praxis. 6. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart.

 

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