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Bockshornklee

Seinen Namen hat der Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) von der eigenartigen Form seiner Samenkörner – mit etwas Fantasie erinnern sie an die Hörner eines Ziegenbocks. Neben anderen wertvollen Inhaltsstoffen enthalten die Samen Schleimstoffe, die reizmildernd auf die Magenschleimhaut wirken und Magenbeschwerden lindern können. 

Wo kommt der Bockshornklee vor, und wie sieht er aus?

Die 10 bis 50 cm hohe, einjährige Pflanze stammt vermutlich aus den indischen Regionen Kashmir und Punjab. Weiters dürfte der Bockshornklee ursprünglich im heutigen Iran und in einigen südeuropäischen Ländern beheimatet gewesen sein. Der früher übliche Name „Griechisches Heu“ (foenum-graecum), der die Pflanze auch botanisch bezeichnet, deutet darauf hin, dass der Bockshornklee von Griechenland nach Mitteleuropa gebracht wurde, wo er in warmer, trockener Umgebung heute sogar wild wächst. Nach einer anderen Auslegung sollen die griechischen Bauern ihr Vieh mit dem vitaminreichen Kraut gefüttert haben.

Der Bockshornklee zählt zur Familie der Schmetterlingsblütler, der auch andere Heilpflanzen wie Süßholz, Hauhechel und Rotklee angehören. Ein bei uns heimischer Verwandter der Gattung Trigonella ist der Schabzigerklee, der eine ähnliche Wirkung wie der Bockshornklee hat.

Die Pflanze hat runde, aufrechte Stängel und bildet an den Blattstielen immer drei Blätter aus. Sie wirkt dadurch wie eine Kleepflanze. Die Blätter sind länglich, eiförmig und ab der Blatthälfte an den Rändern gesägt. Bockshornklee trägt von Mai bis Juli zumeist gelbe, seltener weiße oder violette Blüten, die aus zwei spiegelgleich angeordneten Teilen bestehen.

Aus den Blüten reifen lange, dünne, grüne Hülsenfrüchte. Diese Schoten enthalten bis zu 20 gelbliche oder ockerfarbene Samen.

Wofür wird Bockhornklee verwendet?

In seinen Herkunftsländern ist Bockshornklee eine wichtiges Küchengewürz. Die gemahlenen Samen sind fixer Bestandteil von Curry-Mischungen und von Brotgewürzen. Die vitaminreichen Sprossen können als Salat zubereitet werden.

In der Phytotherapie kommen die getrockneten, reifen Samen zur Anwendung. Die Samenkörner habe einen intensiven, typischen Geruch. Das starke Aroma wird von dem Inhaltsstoff Sotolon hervorgerufen, der auch im Liebstöckel enthalten ist. Die Samen schmecken leicht salzig und werden beim Kauen bitter und schleimig. Sie werden ganz oder zerstoßen verwendet und werden als Tee oder Auszug zubereitet. Zerstoßene Samen und Bockshornkleepulver können, mit Wasser zu einer Paste gemischt, auch äußerlich angewendet werden.

Achtung: Geschrotete oder zerstoßene Bockshornkleesamen und -pulver sind nur begrenzt haltbar!

In Indien und Nordafrika hat der Bockshornklee als Arzneipflanze eine lange Tradition. Er wurde in der Schwangerschaft und in der Stillzeit, bei Hautleiden, Beinödemen und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Im Europa der Antike wurde „Griechisches Heu“ vor allem als Räucherwerk genutzt. Durch Hildegard von Bingen kam der Bockshornklee im Spätmittelalter als Heilpflanze zu Ehren, wurde aber vor allem äußerlich angewendet, zum Beispiel gegen Kopfgrind, Schuppen und Hämorrhoiden. Innerlich sollten die gemahlenen, in Essig oder Wasser gekochten Samen gegen „Rote Ruhr“ und nicht näher definierte Bauchschmerzen helfen, den Haarwuchs fördern und als Tonikum wirken. Pfarrer Kneipp war von der Wirksamkeit des Bockshornklees bei „Geschwüren und Geschwülsten“ überzeugt.

In der Tierheilkunde wurde der Bockshornklee in viele traditionelle Viehpulver gemischt, um die Milchleistung zu steigern. Bockshornkleepulver für Pferde fand sich in bewährten veterinärmedizinischen Rezepturen gegen Druse, Bronchitis und Kehlkopfentzündung.

Welche Wirkstoffe enthält der Bockshornklee?

Bockshornkleesamen besteht zu 25 bis 40 % aus Schleimstoffen, die schützend und beruhigend auf gereizte Schleimhäute wirken. Die Samen enthalten unter anderem B-Vitamine, Vitamin C und Vitamin D sowie fette Öle und sind reich an Mineralstoffen. Die meisten der Pflanzenbestandteile enthalten Alkaloide (basische Stoffe), Flavonide und Saponine (sekundäre Pflanzenstoffe) sowie Gerbstoffe. Den sekundären Pflanzenstoffen in den Samen wird antibakterielle und antioxidative Wirkung zugeschrieben. Die Aminosäure Histidin in den Samen soll Leberschäden entgegenwirken können.
In Studien konnten für den Pflanzenstoff Diosgenin im Bockshornklee antimikrobielle und tumorhemmende Eigenschaften nachgewiesen werden.

Für die angenommene Wirksamkeit des Bockshornklees bei Insulinresistenz in Muskeln und Leber und seine vermutlich regulativen Eigenschaften bei erhöhtem Insulin- und Blutzuckerspiegel konnte bisher noch kein Nachweis erbracht werden.

Bei welchen Beschwerden des Pferdes ist Bockshornklee wirksam?

Bockshornklee zeigt bei Magen- und Darmbeschwerden sehr positive Wirkung. Er fördert die Sekretion der Magen- und Darmdrüsen sowie die Produktion von Gallensaft und regt dadurch den Appetit des Pferdes an. Die im Bockshornklee enthaltenen Schleimstoffe wirken wie ein Schutzfilm auf die gereizte Magenschleimhaut des Pferdes und können weiteren Irritationen vorbeugen.

Äußerlich können Bockshornkleesamen für feuchtwarme Breiumschläge verwendet werden. 
Bei Entzündungen im Hufbereich, Hautinfektionen, eitrigen Wunden und Geschwüren wirken Bockshornklee-Umschläge desinfizierend und entzündungshemmend.

Nebenwirkungen: Die Anwendung von Bockshornklee gilt grundsätzlich als sicher.

Achtung: Bei Allergien gegen Schmetterlingsblütler darf Bockshornklee nicht verwendet werden! In manchen Ländern ist die Verwendung von Bockshornklee bei Turnierpferden mit 48 h vor dem Wettkampf reglementiert, am besten erkundigt man sich vorab nach den geltenden Bestimmungen!

Quellen und weiterführende Literatur

  • Alban, S. (2011). Bockshornkleesamen. Deutsche Apotheker Zeitung, S. 42. Von Bockshornkleesamen: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2011/daz-30-2011/bockshornkleesamen abgerufen
  • Brendieck-Worm, C., & Melzig, M. F. (2018). Phytotherapie in der Tiermedizin. Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG.
  • Purle, T. (28. 01 2020). Das Kräuterbuch. Von Bockshornklee: https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Bockshornklee.html abgerufen
  • Reichling, J., Gachnian-Mirtscheva, R., Frater-Schröder, M., Di Carlo, A., & Widmaier, W. (2008). Heilpflanzenkunde für die Veterinärpraxis. Berlin-Heidelberg: Springer Medizin Verlag.