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Baldrian & Baldrianwurzel

Valeriana officinalis & Valerianae radix

Baldrian ist eine der ersten Pflanzen, die schon bei der Entstehung der Tiermedizin als eigener Wissenschaftszweig als Heilpflanze beschrieben wurde. In der Humanmedizin wird er bei Schlafproblemen verwendet oder dient zur allgemeinen Beruhigung der Nerven. Bei gestressten und ängstlichen Pferden oder Hunden, vor allem auch nach traumatischen Erfahrungen wie Unfällen oder schlechten Erfahrungen im Umgang mit Menschen, kann Baldrian unterstützend eingesetzt werden.

Er wirkt ebenso entspannend auf Muskeln, bei Krämpfen und tut somit auch dem Magen und der Verdauung gut. Den beruhigenden Effekt der Baldrianwurzel kann man sich bei für das Tier einschneidenden Ereignissen wie Silvester bzw. Jahreswechsel, Tierarztbesuche oder bei einer längeren Fahrt zu Nutze machen.

Der typische Geruch ist nicht für alle angenehm, doch in der Tierwelt finden vor allem Kräutertees mit Baldrian als Ergänzung zum Hauptfutter deutlichen Zuspruch. Der Baldrian ist somit ein altbewährtes Hausmittel gegen Stress, Reizbarkeit und Angst bei Mensch und Tier.  

Aussehen und Vorkommen des Baldrians

Der Baldrian, auch Katzenwurzel oder Hexenkraut genannt, ist eine mehrjährige bis zu zwei Meter hohe Pflanze mit Fiederblättern und blassrosa Blüten in flachen Trugdolden. Er kommt in weiten Teilen Europas und Westasiens vor und ist auch frostbeständig. Die angstlösende, stressmindernde Wirkung ist in der Baldrianwurzel zu finden, daher wird in der Phytotherapie ausschließlich der unterirdische Teil des Baldrians verwendet.

Inhaltsstoffe des Baldrians

Erwähnenswerte Inhaltsstoffe des Baldrians sind die so genannten Sesquiterpene wie Valerenal, Valerensäure und Valeranon, die namensgebend für den Baldrian sind. Weitere Inhaltsstoffe sind ätherisches Öl (Bornylacetat) und Glykoside.

Wirkungen und Anwendung des Baldrians

Die nachgewiesenen Wirkungen des viel untersuchten Baldrians sind:

  • sedierend -> beruhigend
  • anxiolytisch -> angstlösend
  • antikonvulsiv -> gegen Schüttelkrämpfe
  • spasmolytisch -> krampflösend
  • muskelrelaxierend -> muskelentspannend
  • antiulzerogen -> verhindert Geschwürbildung
  • immunstimmulierend -> stärkt das Immunsystem


Als Unterstützung wird er daher bei allgemeiner Unruhe, Angstzuständen, Nervosität und Erregbarkeit eingesetzt. Die Wirkung tritt selten sofort, meist erst nach ein paar Tagen der Fütterung, ein. Verschiedenen Studien zufolge ist allerdings noch nicht exakt belegt, welcher Inhaltsstoff genau den sedierenden oder angstauslösenden Effekt hervorruft. Man nimmt an, dass hier der so genannte Synergieeffekt, also das Zusammenspiel mehrerer Substanzen, die Wirksamkeit des Baldrians ausmacht.

Einsatz des Baldrians in der Veterinärmedizin

Bereits im Mittelalter wurde der Baldrian einerseits zur Menstruationsförderung und als magenberuhigendes Mittel eingesetzt, und andererseits die Wurzel als Einschlafhilfe und zur starken Beruhigung verwendet. In der Tierheilkunde kommt die Baldrianwurzel in Viehpulvern (Viehsalzmischungen) zur allgemeinen Stärkung, bei chronischen Erkrankungen der Verdauungsorgane und bei Kolikmitteln vor.

Der Einsatz von pflanzlichen Beruhigungsmitteln hat deutliche Vorteile im Gegensatz zu synthetischen Präparaten. Sie haben meist eine gute Leberverträglichkeit und sind weitgehend nebenwirkungsfrei.

Eine häufige Kombination von Arzneipflanzen bei zentralnervös bedingten Störungen zur Angstlösung und/oder Beruhigung sind Baldrian, grüner Hafer, Hopfen, Johanniskraut, Lavendel, Melisse, Passionsblume und bei Pferden häufig ergänzt durch L-Tryptophan und B-Vitamine.

Baldrian kann bei ängstlichen Hunden, Hunden mit Traumata, wie zum Beispiel aus Tötungsstationen oder misshandelten Tiere, eingesetzt werden. Kombiniert mit entsprechendem Training bzw. einer Verhaltenstherapie, kann sich der Prozess des Angstlösens und der Grundentspannung durch den Baldrian etwas beschleunigen.

Tipp zur Fütterung von Baldrian bei Pferden

Ein nützlicher Tipp kommt aus dem Buch „Kräuter für Nutz- und Heimtiere“. Hier wird empfohlen, um den starken Eigengeruch des Baldrians zu überlagen, einen kleinen Schuss Obstessig in das Kraft-/Krippenfutter zusammen mit dem Baldrian zu mischen.

Wichtiger Hinweis zur Fütterung von Baldrian bei Tieren

Baldrian bitte nicht an tragende und laktierende Tiere verfüttern, da dieser in die Muttermilch übergehen kann. Im Falle einer Sedierung oder Narkose ist dem Anästhesisten/Tierarzt mitzuteilen, dass Baldrian gefüttert wird bzw. wird bei geplanten Sedierungen empfohlen Baldrian 14 Tage davor abzusetzen.

Verfasserin: Bianca Becker-Slovacek am 25.05.2020

Quellen und weiterführende Literatur

  • Aichberger, L., Graftschafter, M., Fritsch, F., Gansinger, D., Hagmüller, W., Hahn-Ramssl, I., . . . Stöger, E. (2012). Kräuter für Nutz- und Heimtiere. Wien: Eigenverlag Phytovet.
  • Blaschek, W. (2016). Wichtl - Teedrogen und Phytopharmaka. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.
  • Brendieck-Worm, C., & Melzig, M. F. (2018). Phytotherapie in der Tiermedizin. Stuttgart: Georg Thieme Verlag KG.
  • Reichling, J., Gachnian-Mirtscheva, R., Frater-Schröder, M., Di Carlo, A., & Widmaier, W. (2008). Heilpflanzenkunde für die Veterinärpraxis. Berlin-Heidelberg: Springer Medizin Verlag.

 

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